Warum einen Mixing-Engineer bezahlen?

In Zeiten günstiger Tontechnik und professionellen Plugin-Bundes für 15 € im Monat kann man sich die Frage stellen, warum man für einen Mix Geld ausgeben soll anstatt einfach selbst zu mixen.
Ich möchte in diesem Post auf drei persönliche Eigenschaften eines Mixing-Engineers eingehen, die ich in meiner bisherigen Arbeit gelernt habe.

Erfahrung
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Jeder Mixer, der seine Dienste für Geld anbietet, kennt die technischen Standards eines guten Mixes und weiss, was technisch und musikalisch möglich ist. Er hat Mixe verschiedener Genres analysiert, hat Ahnung von der Hörerwartung der potentiellen Zuhörerschaft und sorgt dafür, dass der Mix beim Zuhörer auf allen Abhörsystemen gut rüberkommt.

Musikaltät
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Ein guter Mixing-Engineer hört nicht nur technisch, sondern vor allem musikalisch auf das Material. Die Rolle des Mixers als Produzent, der dem Künstler Vorschläge macht, wird immer wichtiger. Im besten Falle ist er selbst Musiker und weiss, wie das Arrangement eines Songs gegebenenfalls angepasst werden kann und welche Elemente die musikalische Aussage transportieren. Wenn es nötig ist editiert er einzelne Spuren oder nimmt zusätzliche Parts auf. All diese künstlerischen Entscheidungen führen zu einem besseren Mix und steigern die Erfolgsaussichten des Künstlers.

Kommunikation / Persönliche Unterstützung
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Der Dialog mit einem guten Mixer kann sehr gewinnbringend für die Musik sein. Neben dem Blick von Außen und frischen Ohren kann der Austausch die Inspiration für zukünftige Songs anregen. Darüber hinaus sind Mixing-Engineers meist gut vernetzt und können ihren Kunden wertvolle Kontakte und Tips zur Vermarktung ihrer Musik bieten.
Und schließlich wird ein guter Mixing-Engineer den Künstler immer pushen und versuchen, ihm mögliche Zweifel an seiner Sache zu nehmen.

Was meinst du dazu?
Was sind deine Kriterien für einen guten Mixing-Engineer oder meinst du, man kann auch einfach selbst mixen?

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